In der EU 3/4 aller Speisefischbestände überfischt

ÜBERFISCHUNG

Das Meer ist die größte Nahrungsquelle der Welt. ¾ aller Fischbestände sind jedoch überfischt und die Netze der Fischer bleiben immer häufiger leer.

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In der Vergangenheit haben die europäischen Fischereiminister Fanquoten entgegen jeder wissenschaftlichen Empfehlung beschlossen. So definierten Wissenschaftler zum Beispiel 2008  für den Blauflossenthunfisch in Europa Fangmengen von 10.000 Tonnen, um die erschöpfte Population wieder aufzubauen. Die EU und andere Fischereinationen beschlossen allerdings ein Fangvolumen von 29.500 Tonnen. Trotz dieser Bestimmungen fischt die Blauflossenindustrie 61.000 Tonnen. Das ist das Sechsfache von dem was vernünftig wäre!

Zu viele leistungsstarke und zerstörerisch arbeitende Schiffe machen Jagd auf zu wenige Fische. Weil unsere europäischen Meere von Jahr zu Jahr leerer werden, importieren wir bereits zwei Drittel unseres Fischbedarfs und sind auf dem besten Weg auch die Küsten Afrikas leer zu fischen. Wenn das so weiter geht, wird es bald gar keinen Fisch mehr geben.

Subventionen in Milliardenhöhe finanzieren diese Überfischung, weil auch Fischereibetriebe gefördert werden, die nicht mit umweltschonenden, artenspezifischen Netzen arbeiten. Ohne ausschließlich nachhaltigen Fischfang hat das Biotop Meer jedoch keine Zukunft.

Mit Hilfe der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU können die Fischereiminister und die Mitglieder des Europäischen Parlaments die Überfischung beenden. Jedoch nur, wenn wir Druck auf sie ausüben.